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Nestle und die Social-Media-Katastrophe
Nestle und die Social-Media-Katastrophe

Nestle und die Social-Media-Katastrophe

Sicherlich hat jeder Leser etwas vom Nahrungsmittelkonzern Nestle im Haushalt. Egal ob Nescafé, Thomy, Alete, Maggi, Dr.Wagner Pizzen, Wasser von San Pellegrino, Hundefutter von Purina Pro Plan, Eis von Schöller, Nudeln von Buitoni….hinter diesen Marken steckt Nestle, der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt. Auf Twitter startete Nestlé nun eine Social Media-Kampagne: Mit dem Hashtag #FragNestle konnte man dem Unternehmen Fragen stellen, womit man sich ein wenig kundennah geben wollte und man mit dem Kunden in Dialog treten wollte. Doch das ging gänzlich in die Hose. Denn auf Twitter wimmelt es nun voller Fragen zum Thema Fairtrade, Preispolitik und Kinderarbeit. So wurde gefragt: „Warum kauft ihr Wasserquellen, um die öffentliche Versorgung zu verschlechtern und es in Plastikflaschen abgefüllt zu verkaufen?“ – berechtigte Frage. So lässt man in armen Ländern Wasser abpumpen, verkauft dieses Wasser weltweit für viel Geld (und unter verschiedenen Namen), doch die Einwohner der afrikanischen Länder und auch die Arbeiter im Nestlé-Konzern, die das Wasser abpumpen, bekommen nur selten sauberes Wasser zu sehen („Dürfen ihnen die ausgebeuteten afrikanischen Kinder, die kein sauberes Wasser haben auch fragen stellen? „). Kaum gestartet, nutzte man die Kampagne um Nestle kritische Fragen zu stellen, Feedback gab es vom Konzern bisher nicht – maximal mit fadenscheinigen Antworten oder bunten Schaubildchen und der schwarze Peter wird weggeschoben. Beispielsweise die Frage zu den Kaffee-Kapseln von Nespresso, die kaum abbaubar sind und eine Menge Müll produzieren, während andere Anbieter es schaffen, naturschonende Alternativen anzubieten. Die Aktion des  weltgrößten Nahrungsmittelkonzern ging also gänzlich daneben. Ein Tweet fasste die teure Kampagne folgendermaßen zusammen: „Wenn ich der wäre, dem #FragNestlé eingefallen ist – ich würde mich in einem Laubhaufen verkriechen und auf den Sieg des Kommunismus warten.“

fragNestle
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Auf Tinkla.com wird sich kritisch mit der Kampagne auseinandergesetzt und auch die Frage in den Raum geworfen, ob die kritischen Fragen an Nestle sogar forciert und gewünscht sind! Im Laufe des Tages hat man im Hause Nestle aber teilweise auf die Tweets geantwortet, sogar auf viele kritische Fragen Antworten gehabt!

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