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Spar dich reich – Gutscheine von McDonalds, Zalando und Co.

Spar dich reich – Gutscheine von McDonalds, Zalando und Co.

Da hat man im Internet einen Gutschein gefunden, bekommt ihn aufs Handy oder in die Hauspost. Beim Schlendern durch die Innenstadt überkommt einem dann plötzlich der Hunger. Da erinnert man sich doch schnell dran, dass man auf dem Handy oder in der Handtasche noch einen Gutschein von McDonalds hat und eilt in die nächste Filiale, um sich schnell einen Big Mac zum Sparpreis zu holen. Problem gelöst, der Hunger ist (vorerst) weg. Egal ob Lebensmittel, Kleidung, Reisen, Autos oder andere Produkte, der Gutscheintrend hält sich seit Jahren, besonders auch im Internet. Die Idee der Gutscheine (oder auf Neu-Deutsch: Couponing) kommt aus dem Offlinebereich, wo man fast tagtäglich in der Hauspost einen Gutschein gefunden hat, der bei Erstbestellung in einem Katalog einen Preisnachlass garantierte. Egal ob Restaurants, Spielzeugläden, Freizeitparks oder andere Produkte, das Internet lockt mit Gutscheinen und attraktiven Rabatten. So winken im Internet Gutscheine für McDonalds, IKEA, Zalando oder den Supermarkt um die Ecke und als Verbraucher nutzt man diese Gutscheine gerne für den nächsten Einkauf.

Für McDonalds ist das Geschäft mit den Gutschein sehr attraktiv. Der Fast-Food-Riese streut gezielt Gutscheinaktionen. So lassen sich neue Kunden in die Restaurants locken und die Frequenz der Stammkundschaft in den eigenen Filialen erhöhen. Diese Coupons sind eigentlich eine echte Win-Win-Strategie: Der Käufer zieht einen echten Rabattnutzen und kauft den Big Mac beispielsweise für die Hälfte des üblichen Preises (das gesparte Geld kann man dann beispielsweise in einen weiteren Burger investieren), McDonalds (oder eben andere Unternehmen, die Coupons einsetzen) erhöhen den durchschnittlichen Warenkorbwert und kann so ebenfalls Kunden, die schon länger nicht mehr bei McDonalds waren, reaktivieren. Der Fast-Food-Riese nutzt seit 2007 jenes Gutschein-System, anfangs noch mit ausgelegten Gutscheinbögen in den Filialen, dann durch Gutscheine, die man aufs Handy bekam und kurz später waren auch diverse Gutscheinportale, wie beispielsweise Sparwelt, an Board. So erfreute man sich dank der Gier nach einem günstigen Burger oder Pommes frites anhand der immer höheren Suchanfragen und Klicks auf das Gutscheinportal. Sicherlich ist dies auch eins der Erfolgsrezepte für das Gutscheinportal Sparwelt.de, das es bereits seit 2008 gibt. Anfangs noch als Schnäppchenblog eröffnet, ist man mittlerweile einer der größten Gutscheindatenbanken Deutschlands. Würde es bei McDonalds Champagner geben, hätte man sicher mit Champagner angestoßen.

Sicherlich wird sich die Nutzung von McDonalds-Gutscheinen wie hier in den nächsten Jahren noch erhöhen, eben weil die Zielgruppe des Fast-Food-Giganten im Internet ist und sich die Internetnutzung weiterhin erhöhen wird. Dank Smartphones findet man schnell den passenden Rabatt-Gutschein und dank der Lokalisierung des Handys können Kunden sogar gezielt via mobilen Marketing mit Rabatten gelockt werden. Dabei hatte McDonalds nicht immer Glück mit seinen Gutschein-Aktionen. Wie beispielsweise im Jahr 1984. Zu den Olympischen Spielen in Los Angeles hieß es: „Wenn die USA gewinnt, gewinnst du!“ Gutscheine wurden verteilt, mit denen man bei jedem Olympia-Sieg eines US-Athleten ein Gratis-Burger bekommen konnte. Gewinnt ein Ami Gold gab es einen Big Mac umsonst, bei Silber eine Portion Pommes frites und wenn ein US-Amerikaner eine Bronze-Medaille gewinnt, gab es immerhin eine kostenlose Cola. Dumm nur, dass die Sowjetrussen die Olympischen Spiele in den USA boykottierten (als Retourkutsche, dass die USA 1980 an Olympia in der Sowjetunion nicht teilnahm). So standen die US-Athleten allerdings ohne nennenswerte Gegner aus dem Ostblock da, da auch 18 weitere kommunistische Länder die Spiele aus Freundschaft zur UDSSR boykottierten. SO kam es dazu, dass die USA insgesamt 174 Medaillen einheimste. Für McDonalds war dies natürlich ein Horrorszenario, denn so musste man nach 83 Goldmedaillen Big Macs für Millionen verschenken. Teilweise gelang man an die Schmerzgrenze und hatte keine Big Macs mehr vorrätig. Somit war die Marketingaktion von McDonalds die größte Fehlkalkulation in der Geschichte des Burger-Braters, die mit den konventionellen Gutscheinen aus dem Internet aber keinesfalls mehr passieren sollte. Guten Appetit, egal ob mit oder ohne Gutschein!

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