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Anti-Nazi-Hymne soll zurück in die Charts

„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe…“ – sangen Die Ärzte einst als Anti-Nazi-Hymne. Doch in Zeiten von Pegida, Legida, brennenden Häusern und Flüchtlingsunterkünften in Heidenau und anderswo, ist der Text zu „Schrei nach Liebe“ so aktuell wie leider schon lange nicht mehr. Grund genug, die Anti-Nazi-Hymne wieder in die Charts zu bringen, dachte sich die Initiative „Aktion Arschloch“. Sollte es tatsächlich wieder gelingen, dass Die Ärzte mit ihrem Nai-Lied wieder in die Charts kommen, wäre dies ein klares Zeichen gegen Fremdenhass und gegen Nazis (oder wie sie sich mittlerweile nennen „besorgte Bürger“). Wer den Song aus den Neunziger Jahren bei iTunes, Amazon, Google Play etc. kauft, der hilft dabei, dass der Song in den Online-Charts steigt. Außerdem soll man sich den Song bei diversen Radiosendern wünschen, damit „Schrei nach Liebe“ auch in den Airplay-Charts auftaucht. Die Ärzte brachten 1993 den Song als Gegenreaktion auf Übergriffe auf Ausländer in Rostock und Hoyerswerda raus, der Song etablierte sich schnell als Anti-Nazi-Hymne. Ebenfalls war das Lied der erste Song der Ärzte nach ihrer Wiedervereinigung der Band. Die Single erreichte damals Platz neun der deutschen Singlecharts und das, obwohl sich viele Radiosender weigerten, den Song zu spielen, weil die Band mehrmals „Arschloch“ in dem Song schreien.

UPDATE: „deine Springerstiefel sehnen sich nach Zärtlichkeit“, heißt es im Text von „Schrei nach Liebe“ und Deutschland sehnt sich wohl auch in diesen Tagen nach einer Anti-Nazi-Hymne, denn dem Aufruf folgten tausende Menschen. Der Song der Ärzte stürmt nämlich nach dem Aufruf die Charts. Schrei nach Liebe erobert nach nur wenigen Tagen die deutschen mega charts! Das ergibt die Sonderauswertung des deutschen Chartermittlers media control. Erstmals werden die aktuellen Zahlen des Wochenendes (Freitag bis Sonntag) der TOP20 Songcharts auf charts.de veröffentlicht. Der Anti-Nazi-Song positioniert sich mit unglaublichen 70,9 Prozentpunkten Vorsprung als die Nummer 1. Die Ärzte spenden übrigens die Einnahmen aus der Aktion zu 100 Prozent der Organisation Pro Asyl.

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2 Kommentare

  1. So traurig es klingt, aber selten hat ein Liedtext so gut gepasst, wie in unsere aktuelle Zeit…
    Refugees welcome!!!

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